Goldstadtpokal im CCP

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Goldstadtpokal

Geschichte

Der Goldstadtpokal ist ein internationales Tanzturnier in Pforzheim, das seit 1962 jährlich vom Schwarz-Weiß-Club Pforzheim (SWC) veranstaltet wird. Spitzenpreis des Turniers ist jeweils der sogenannte „Goldstadtpokal“. Ab 1988 im CongressCentrum Pforzheim … am LETZTEN Samstag im Januar !

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Das erste Tanzturnier dieses Namens fand 1962 in der Jahnhalle in Pforzheim statt, einer Sporthalle, die zu diesem festlichen Zweck von der Stadt umgerüstet wurde. Der Siegerpokal kam nicht aus einer Serienfertigung, sondern war – dem Austragungsort „Goldstadt“ Pforzheim angemessen – eine Einzelanfertigung der Kunst- und Werkschule das ist heute noch so geblieben. Bereits 1966 setzte sich bei der Gestaltung dieses Pokals der Gedanke durch, dass in einem Paarsport es durchaus zwei Sieger gibt, dass also nur ein einziger Pokal dem Siegerpaar nicht gerecht wird. Von diesem Jahr an war es eine Grundvorgabe für die Gestalter, in irgendeiner Form dem einen Pokal zwei Trinkgefäße zu entlocken.

Initiator des Tanzturniers war der damalige Vorsitzende des Schwarz-Weiß-Clubs Werner Dietrich, der vom damaligen Oberbürgermeister Johann Peter Brandenburg wohlwollend unterstützt wurde.

Eine wichtige Rolle spielte diese Sportveranstaltung auch zu Zeiten des Kalten Krieges für die Völkerverständigung. So gewann der Schwarz-Weiß-Club nicht nur internationale Turnierpaare aus Westeuropa, sondern auch Paare und Formationen aus der Sowjetunion, Tschechoslowakei. Rumänien und Ungarn.

Der Pokal 2020

ophie Krautmacher, die Gewinneriner des Gestaltungswettberbs, hat am 15. Januar 2020 den Goldstadtpokal 2020 Oberbürgermeister Boch vorgestellt. Traditionell ist der Pforzheimer Oberbürgermeister der erste, der die fertige Trophäe sehen darf. Mit ihrem Konzept drückt die 24-jährige Studentin Dynamik, Leichtigkeit und Eleganz des Tanzes aus. „Mann und Frau sind abstrakt als Flügel dargestellt. Sie sind im Sockel stark miteinander verschlungen, kreuzen sich in der Mitte und falten sich nach oben hin immer weiter auseinander“, erklärt die Kölnerin, die für das Schmuck-Studium nach Pforzheim gezogen.

Der Goldstadtpokal wird am 25. Januar 2020 zum Internationalen Tanzturnier World Open Latein in Pforzheim vergeben.

Im September 2019 hatte sich die Jury für den Entwurf von Sophia Krautmacher entschieden: Edeltraut Bülling (Schwarz-Weiß-Club Pforzheim e.V.), Tanja Traub (Mitglied der Geschäftsführung IHK), Dentaurum-Chef Mark S. Pace, Bildhauer René Dantes und Schmuck-Professorin Christine Lüdeke lobten die gleichzeitge Dynamik und Reduktion des Entwurfs. Im Anschluss erarbeitete die Studentin die Pokale gemeinsam mit dem Team im Studiengang Schmuck.

Quelle: designpf.hs-pforzheim.de – Hochschule Pforzheim – Gestaltung, Technik, Wirtschaft und Recht

Galaveranstaltung 2020 SWC Pforzheim

  • WDSF WORLD OPEN Latein Turnier um den Goldstadtpokal 2020
  • Int. Jugend-Latein-Turnier
  • Int. Standard-Turnier

 

Höhepunkte, Bilder : zufällig gemischt mit anderen Jahren

Quelle: Eigenes Material und fremdes Material; Bei der Anzeige des Bildes siehe (i) für weitere Bildinfo auf der unteren Bedienleiste.

weitere Bilder  : chronologisch

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Quelle: Eigenes Material und fremedes Material; Bei der Anzeige des Bildes siehe (i) für weitere Bildinfo auf der unteren Bedienleiste.

Video : GOPO 2020 Überblick von PZ; 6 Minuten

Quelle: Pforzheimer-Zeitung

Video : GOPO 2020 – Lipowski / Illes, Polen; 3 Minuten

Quelle: YouTube 01/2020;  Marius Mutin

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Gasometer Pforzheim

Geschichte

Die Gebrüder August und Moritz Benckiser schlossen am 24. Juni 1852 einen Vertrag mit der Stadt Pforzheim ab. Vorgesehen war die Versorgung von Straßen, Plätzen und öffentlichen Gebäuden mit Gaslicht für die nachfolgenden 30 Jahre. Das Gaswerk sollte am Rand des Eisenwerks der Familie Benckiser am Enzufer errichtet werden; auch die Leitungen, Anschlüsse und Laternen sollten von der Maschinenfabrik Benckiser geliefert werden. Von den ersten 800 Gasanschlüssen, die im Jahr 1853 gelegt wurden, dienten 600 der Pforzheimer Schmuckindustrie. Am 9. Dezember 1853 wurden die Gaslampen der Pforzheimer Straßenbeleuchtung in Betrieb genommen. 1872 wurde als erstes Dorf mit Gasbeleuchtung Brötzingen an das Pforzheimer Netz angeschlossen. Bis 1913 wurden in Pforzheim 1743 öffentliche Gaslaternen in Betrieb genommen. Die meisten wurden damals bereits per Fernzündung eingeschaltet. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte noch ungefähr die Hälfte dieser Laternen genutzt werden; mittlerweile (Stand: März 2017) sind nur noch wenige der gusseisernen Laternen erhalten. Sie finden sich unter anderem am Eingang der Pforzheimer Stadtwerke und beim Stadtmuseum in Brötzingen.

Allerdings wurde das Gas bald nicht mehr vorrangig für die Beleuchtung genutzt, sondern vor allem zum Heizen, Kochen und für Haushaltsgeräte. Propagiert wurde die Nutzung von Gas für diese Zwecke etwa durch eine Ausstellung von gasbetriebenen Apparaten, die 1886 veranstaltet wurde, in einer Gasberatungsstelle, die in den 1920er-Jahren eingerichtet wurde, und vor allem durch den kostenlosen Anschluss an das Gasnetz für alle Häuser, deren Eigentümer eine Gasverbrauchsgarantie unterschrieben. Dieser Service stand von 1893 bis 1903 zur Verfügung.

Bis 1857 wurde das Gas noch mittels Holz-, danach mittels Steinkohle produziert. 1870 wurde eine neue Gasfabrik an der Eutinger Straße gebaut; in unmittelbarer Nähe sollten später zwei Gasbehälter errichtet werden: der Teleskop-Glockengasbehälter und ein Kugelgasbehälter. 1884 wurde das Gaswerk samt Rohrnetz, das sich bis zu diesem Zeitpunkt im Besitz der Gebrüder Benckiser befunden hatte, von der Stadt Pforzheim übernommen. 1907 wurde östlich des bisher genutzten Geländes eine neue Gasfabrik eingerichtet, in der damals Steinkohle aus dem Saarland verwendet wurde.

kulturelle Weiternutzung

Nachdem verschiedene Konzepte zur Weiternutzung des Bauwerks diskutiert worden waren, wurde im Februar 2013 beschlossen, den Gasbehälter einer kulturellen Nutzung zuzuführen. Zu diesem Zweck war eine Umgestaltung samt neuem Innenausbau erforderlich. Das aus Eisenplatten bestehende Dach der Glocke musste abgetragen werden. Auf dem alten Betonfundament wurden sechs Meter hohe Betonwände für das Erdgeschoss errichtet, in denen Fensterausschnitte den Blick auf die stählernen Wände des alten Behälters eingeplant waren. Ein weiterer Mauerring aus Beton in der Mitte des Raumes nahm ein Treppenhaus und einen Aufzug auf, die von Aussichtsplattformen des 35 Meter hohen Panoramageschosses umgeben sind. Der Aufzug führt bis zur vorletzten Etage. Das Panoramageschoss besitzt Wände und Dach aus Stahlträgern, die mit Blechen ausgefacht und gedämmt sind. Angebaut wurden außerdem ein Eingangsgebäude und ein Bistro. Der Neubau wurde von Gunter Schwarz geplant, das Eingangsgebäude von Hans Aescht und Fabian Berthold.

Seit 2014 werden Panoramabilder des Künstlers Yadegar Asisi im ehemaligen Pforzheimer Gasometer gezeigt. Die Reihe begann mit dem Panorama Rom 312, seit November 2018 ist das Panorama des Great Barrier Reef zu sehen. Insgesamt ist die Präsentation von fünf Panoramen des Künstlers im Pforzheimer Gasometer vorgesehen. Betreiber des Gasometers ist die Private Hotel Collection von Wolfgang Scheidtweiler.

Bilder : ROM 312, Künstlers Yadegar Asisi

Quelle: Eigene Bilder

Video : ROM 312, Künstlers Yadegar Asisi; 6 Minuten

Quelle: 01/2020 YouTube


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